Referral Programme sind für jedes Unternehmen eine Selbstverständlichkeit

Es gibt Dinge, die so selbstverständlich sind, dass man sie manchmal aus den Augen verliert. Dazu gehören in personalsuchenden Unternehmen die sogenannten Referral Programme. Dabei gehören Referrals zu den wichtigsten Recruitingkanälen mit den größten Erfolgschancen überhaupt.  Warum ist das so? Warum bringen Mitarbeiterempfehlungen den Unternehmen nur Vorteile?

Referral Programme sind eine Recruiting-Option, die augenscheinlich deshalb so stiefmütterlich behandelt wird, weil die Umsetzung im Vergleich zu anderen Kanälen so einfach ist 😊. Dabei ist es nicht nur einfach, sondern der Erfolg ist auch durchschlagend:

Mitarbeiter des eigenen Unternehmens werden gebeten, interessante Kandidaten (z. B. aus ihrem Bekannten- oder Freundeskreis) für bestimmte Positionen vorzuschlagen – und das Ganze branchen- und funktionsunabhängig. Nach erfolgreichem Ablauf der Probezeit des Kandidaten erhält der Mitarbeiter, der den Kandidaten vorgeschlagen hat, eine entsprechende Prämie. Hierzu drei Grundüberlegungen:

Erstens: Ein Mitarbeiter wird keinen Freund/Bekannten empfehlen, von dessen Leistungsfähigkeit er nicht voll überzeugt ist, weil er sonst nur seiner eigenen Reputation schaden würde.

Zweitens: Ein Referral Programm sorgt für eine Win-Win-Situation in dreifacher Hinsicht: Eine Prämie für den Mitarbeiter, eine erstklassige Arbeitskraft für das Unternehmen und einen neuen, chancenreichen Arbeitsplatz für die empfohlene Person.

Drittens: Unternehmen mit Referral Erfahrung sehen in Mitarbeiterempfehlungen die Chance, ihre Mitarbeiter als Botschafter des Unternehmens einzusetzen und Kontakt zu potenziellen Kandidaten aufzubauen, die häufig gefragte Ausbildungswege, Berufserfahrungen oder Profile haben.

Die Rekrutierung über Mitarbeiterempfehlungen hat sich immer dann bewährt, wenn ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern vorherrscht.  Referral Programme werden von bestimmten Firmen flächendeckend bei der Rekrutierung von Hochschulabsolventen sowie gezielt bei „Seiteneinsteigern“ herangezogen. Bei manchen Firmen werden bis zu 20 Prozent aller Vakanzen über Referral Programme besetzt.

Ich selber habe zu meiner aktiven Zeit unser Personalmanagement einmal gefragt, welche Recruiting Kanäle innerhalb eines Jahres gewählt wurden und wie der entsprechende Erfolg war. Das Ergebnis ist in untenstehender Abbildung dargestellt:

Bei Rekrutierungsmaßnahmen, die ausschließlich über Mitarbeiterempfehlungen erfolgen, besteht allerdings die Gefahr, dass das Unternehmen nicht mehr die gesamte Bandbreite des Arbeitsmarktes ausschöpft und damit nicht die Vielfalt der Mitarbeiter nutzt. Daher sollten Referral Programme immer im Verbund mit anderen Recruitingkanälen durchgeführt werden.

Hier noch ein wichtiger Link für Personen, die für einen möglichen Arbeitgeberwechsel die persönliche Marketing-Gleichung einsetzen und dabei Referral Programme in Betracht ziehen sollten. 

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